Wasserdichte Taschenlampen und IPX Norm

Was bedeutet wasserdichte Taschenlampe ?

Wasserdichte Taschenlampen

Leider wird mit dem Begriff der wasserdichten Taschenlampe viel Unfug getrieben. So ziemlich jeder Hersteller verwendet mittlerweile diesen Begriff bei LED Taschenlampen. Aber was bedeutet wasserdicht überhaupt? Muss so eine Taschenlampe nur einen Regenschauer überstehen oder auch zum Tauchen sein?

Wir erklären Dir nun auf was du bei wasserdichten Taschenlampen achten musst und was der Begriff überhaupt bedeutet.

Wasserdichte Taschenlampe – Eine Definitionssache

Bei der Bezeichnung könnte man vermuten, dass in eine solche Taschenlampe kein Wasser eindringen kann. In aller Regel stimmt das auch. Die Frage ist nur, wie „wasserdicht“ eine Taschenlampe dabei sein muss. Schon das Überstehen eines Regenschauers könnte ein Produkt für so eine Aussage qualifizieren und oft wird das in der Praxis auch gemacht. Ein Untertauchen in Wasser übersteht so eine Taschenlampe dann aber nicht.

Wasserdicht oder Wasserfest sind also nicht genau definierte Begriffe. Das Produkt oder die LED Taschenlampe muss also lediglich unter gewissen Bedingungen durch Wasser keinen Schaden nehmen. Ohne weitere Angaben ist so eine Bezeichnung nicht viel Wert.

exclamation-point-1421016_1280Eine Norm für Wasserdichtigkeit

Hersteller von hochwertigen Taschenlampen geben hingegen neben dem einfachen Begriff „Wasserdicht“ fast immer noch ein Kürzel wie IPX4 an. Dahinter versteckt sich ein Code nach IPX Norm und DIN EN 60529 Norm. Hier ist nun genau definiert, wie wasserdicht ein Gerät oder eine wasserdichte Taschenlampe nun wirklich sein muss.

  • IPX1 Schutz gegen Tropfwasser
  • IPX2 Schutz gegen fallende Tropfen, wenn das Gehäuse bis zu 15° geneigt ist.
  • IPX3 Schutz gegen fallendes Sprühwasser bis 60° Neigung
  • IPX4 Schutz gegen allseitiges Spritzwasser
  • IPX5 Schutz gegen Strahlwasser (Düse) aus beliebigem Winkel
  • IPX6 Schutz gegen starkes Strahlwasser
  • IPX7 Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen
  • IPX8 Schutz gegen dauerndes Untertauchen

 

Je höher die Nummer der IPX Klasse, desto wasserdichter ist eine Taschenlampe.

Was bedeutet die einzelnen IPX Schutzarten?

– IPX1

Bei IPX1 muss ein Gerät beispielsweise keine Gummidichtungen besitzen. Es würde schon reichen, wenn das Gerät so aufgestellt ist, dass es im normalen Betrieb keinen Schaden durch tropfendes Wasser von oben nimmt. Für eine wasserdichte Taschenlampe ist diese Schutzart also weniger geeignet.

– IPX2 IPX3

Hier wird nach Winkel des Wassers zum Gehäuse der Taschenlampe bzw. deren Öffnungen und Spalten in die Wasser eindringen kann unterschieden. Auch diese IPX Schutzarten sind bei wasserdichten Taschenlampe eher ungeeignet. Niemand verwendet eine wasserdichte Taschenlampe nur in einem bestimmten Winkel zu herab fallenden Regentropfen.

– IPX4 IPX5 IPX6 Schutz vor Regen

Ab dieser IPX Schutzart wird es für Taschenlampen interessant. So eine Taschenlampe ist dann wirklich wasserdicht, zumindest was Spritzwasser wie Regen anbelangt. Ein Winkel in dem das Wasser auf die Lampe eintrifft ist hier nicht mehr wichtig.

– IPX7 IPX8 wirklich Wasserdichte Taschenlampe

Diese Schutzarten sind dann besonders für den rauen Einsatz zu bevorzugen. Solche Taschenlampen sind dann wirklich wasserdicht und vertragen je nach IPX auch den Fall in eine Pfütze oder sogar das dauerhafte Untertauchen. Echte Taucherlampen beginnen entsprechend erst bei IPX8 mit der zusätzlichen Angabe des Herstellers wie tief man damit tauchen kann. Ab dieser Klasse kann man dann wirklich von einer wasserdichten Taschenlampe sprechen.

Schreibe einen Kommentar

*